Praktikum in der Energietechnik

Ohne Praxis ist jede Theorie grau

Mit dem Studiengang der Energietechnik könnt Ihr auf vielen Wegen in Berührung kommen. Da sie ein Teilbereich der Ingenieurswissenschaft ist, habt Ihr die Möglichkeit sie als alleinigen Schwerpunkt im Studium zu belegen oder Ihr begegnet ihr als Kernstück innerhalb verwandter Disziplinen, wie der Geowissenschaften, der Elektrotechnik oder der Meteorologie, die sich mit der Nutzbarkeit von erneuerbaren Energiequellen für ihre Zwecke beschäftigt. Diese Verknüpfung mit anderen Fachbereichen wird an den meisten Universitäten angeboten. Dementsprechend bietet das Studium der Energietechnik Euch als Teilnehmer ein breites Feld, sich für ein bestimmtes ihrer Themengebiete zu entscheiden und bei bestandenem Abschluss, Karriere zu machen.

Vor dem Erfolg hat das Leben allerdings den Schweiß gesetzt. Und so besteht der überwiegende Anteil Eures Studentenalltags erst einmal aus grauer Theorie. Auch wenn innerhalb des Lehrganges Experimente durchgeführt werden, laufen diese doch meist unter absehbaren Bedingungen ab. Ihr bekommt somit nur einen kleinen Ausschnitt der späteren Tätigkeit präsentiert und Eure Vorstellungskraft bezüglich bestimmter Berufsabläufe bleiben begrenzt. Deswegen ist es so wichtig, alle Chancen einer praxisnahen Ausbildung zu nutzen und das Wissen aus dem Hörsaal direkt am späteren Arbeitsplatz als Praktikant zu vertiefen.

Doch was macht ein gutes Praktikum aus und was sollte der Praktikant auf jeden Fall aus dieser Zeit mitnehmen?

Im besten Falle findet Ihr eine Praktikumsstelle, die die Theorie aus der Universität aufgreift und unter den echten Bedingungen des Arbeitsalltags verständlich wiedergibt. Zudem solltet Ihr über das bereits Gelernte hinaus neue Kenntnisse erlangen, um so das gesamte Spektrum Eurer zukünftigen Tätigkeit kennenzulernen. Ein Vorpraktikum für den Lehrgang der Energietechnik ist nicht zwingend vorgegeben, aber es empfiehlt sich eines zu absolvieren, da Ihr damit nicht nur die Wartezeit auf den Beginn des Semesters sinnvoll ausfüllt, sondern auch wertvolle Erkenntnisse sammelt, ob Ihr für diese Profession geeignet seid oder nicht. Gerade, als frischgebackener Abiturient, tut man sich oft schwer bei der Entscheidung für ein geeignetes Studienfach. Oft kennt man nur einen kleinen Ausschnitt des späteren Tätigkeitsfeldes und ist u.U. überrascht, was zu dem Beruf noch alles dazu gehört, was man vor der praktischen Erfahrung gar nicht kannte.

Um neue Erkenntnisse geht es auch in der 6-wöchigen Praxiszeit innerhalb des Bachelorstudiums. Wenn Ihr Euch für das Praktikum erneuerbare Energien interessiert, solltet Ihr darauf achten, dass der Betrieb Euch alle Spaten, Entwicklungsprozesse und Verfahren umfangreich zeigen kann. Nur so wird das Praktikum zum wertvollen Helfer für Euer Grundlagen - Wissen und Verständnis der späteren Arbeitsabläufe. Außerdem bietet Euch dieser Zeitraum eine gute Möglichkeit, interessante Kontakte herzustellen. Dabei geht es natürlich in erster Linie um die Frage, ob Ihr in dem Unternehmen, wo Ihr als Praktikant tätig seid, später eine zeitlich befristete oder sogar eine feste Anstellung erhaltet. Aber darüber hinaus lernt Ihr u.U. bereits zukünftige Geschäftspartner des Konzerns kennen, mit denen Ihr demnächst verhandeln würdet.

Unentbehrliche Kontakte könnt Ihr ebenfalls knüpfen, wenn Ihr Euch für einen Auslandsaufenthalt, beispielsweise bei einem europäischen Unternehmen entscheidet. Hier schaut Ihr über den Tellerrand hinaus und erfahrt mit Euren sehr guten Englischkenntnissen, wie die europäischen Nachbarn auf dem Weltmarkt agieren. Vielleicht bekommt Ihr sogar einen Einblick über die neusten Forschungsergebnisse, wie man alternative Energiequellen wirksam nutzen kann. Auf jeden Fall wäre das ein interessanter Aspekt für Eure Masterarbeit Energietechnik. Und auch wenn Ihr Euer Bachelorstudium erfolgreich abgeschlossen habt, schadet es Eurer Karriere nie, wenn Ihr einen Aufenthalt in einem anderen Land nachweisen könnt.

Das Masterstudium wäre dann die Fortsetzung Eures Bachelorabschlusses und beinhaltet einen Zeitraum von acht Wochen, in denen Ihr Eurer Wissen noch weiter in praktischen Aufgaben vertiefen könnt. Das Unternehmen sollte nun spezieller auf Eure eingeschlagene Richtung beispielsweise im Praktikum erneuerbare Energien eingehen. Wenn der Betrieb mit Eurer Arbeit zufrieden ist, wird er Euch sicher bei Eurer Masterarbeit Energietechnik mit wertvollen Informationen unterstützen. So findet idealerweise bereits während des Studiums eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Absolventen und seinem zukünftigen Arbeitgeber statt.

Da das nun viele Informationen auf einmal waren, was ein gutes Praktikum ausmachen sollte, hier noch mal eine Zusammenfassung der wichtigsten Entscheidungskriterien:

  • - eine genaue Umsetzung von der fakultativen Theorie in die betriebliche Praxis
  • - zusätzliche Erkenntnisse am Arbeitsplatz gewinnen
  • - umfassender und gründlicher Einblick in die einzelnen Tätigkeitsabläufe
  • - interessante Kontakte knüpfen, für eine evtl. Betriebsanstellung
  • - Zukünftige Geschäftspartner kennen lernen
  • - Auslandspraktika erweitern den eigenen Horizont
  • - evtl. ausländische Geschäftsbeziehungen aufbauen
  • - erweiterte Kenntnisse während des Masterstudiums erzielen
  • - evtl. Unterstützung für die Masterarbeit vom Praktikumsbetrieb erhalten